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Aus der Entbindungsstation in den Urlaubsflieger

Immer mehr Eltern nutzen die Elternzeit zum Reisen. Mit Säugling im Gepäck erkunden sie die weite Welt – wann sonst hat man schließlich mal wieder so viel Zeit zur Verfügung? Sicher ist, die Elternzeit bietet eine örtliche Flexibilität, wie man sie im Berufsleben selten hat.

Die Briten Karen Edwards und ihr Mann Shaun Baynes sind so ein Beispiel. Schon immer reisebegeistert, wollten sie auch nach der Geburt ihrer Tochter Esmé nicht auf ihre Passion verzichten. Im Gegenteil: die freie Zeit bot sich mehr denn je dafür an. Ende 2014, gerade einmal 10 Wochen nach der Entbindung, setzten sich die drei in den Flieger nach Neu Seeland. Mit Backpackerrucksack und einer ordentlichen Portion Mut ging es daraufhin ein knappes Jahr um die Welt. Ob in Europa oder auf Hawaii – mit schlaflosen Nächten hat man überall zu kämpfen.
Mittlerweile hat die kleine Emsé mehr Orte gesehen, als es ein Ottonormalverbraucher im gesamten Leben schafft. Australien, Singapur, Malaysia, Indonesien, Vietnam, Taiwan und Hong Kong bereiste die Weltenbummlerin bereits vor ihrem ersten Geburtstag. Die Rückkehr nach London sei im Endeffekt herausfordernder als die Weltreise an sich gewesen, erklärt Karen. Noch nie zuvor war Esmé länger als ein paar Tage am gleichen Ort.

In ihrem Blog travelmadmum.com zeigt Karen, dass Nachwuchs und Reisen sich nicht automatisch ausschließen. Trotzdem mussten sie sich immer wieder Kritik gegenüberstellen: Die beiden machten Urlaub auf Kosten der Steuerzahler und eine Weltreise ohnehin viel zu gefährlich für ein Neugeborenes. Doch warum zu Hause sitzen, wenn die Zeit zum Reisen da ist? Das Elterngeld stände der kleinen Familie auch zu Hause zu.

Auch junge Eltern in Deutschland stoßen häufig auf Kritik und Unverständnis, wenn sie mit einem Baby reisen gehen. Inka Schmeling reiste 2009 mit Mann und Baby durch die Türkei, Syrien und den Iran. Gerade mit Säuglingen sei sowas einfacher als mit älteren Kindern: „Außer Essen, Schlafen, Eltern und Rumliegen brauchen sie nichts“, erklärt Inka. Zu viele Sorgen sollte man sich im Endeffekt nicht machen – in anderen Ländern gebe es schließlich auch Babys.

Karen Edwards und Shaun Baynes achteten besonders darauf, dass sie die Gesundheit ihrer Tochter nicht aufs Spiel setzten und mieden daher beispielsweise malariagefährdete Länder. Einen Schaden hat letztlich keins der Kinder davon getragen. Vielmehr hätten sie an Anpassungsfähigkeit und einer Menge Erlebnisse gewonnen.
Ob man es am Ende verrückt oder mutig finden will, die Reiseerfahrungen der kleinen Sprösslinge sind definitiv beneidenswert!

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