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Schwanger – wie sage ich es dem Chef?

Die Nachricht über die eigene Schwangerschaft ist eigentlich mit Freude und Glücksgefühlen verbunden. Doch schnell kann sie zu Unsicherheiten im Job führen. Hat man die Info gerne im Familien- und Freundeskreis bekannt gegeben, steht das Gespräch mit dem Chef an. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Und was sage ich genau?

Sie entscheiden über den richtigen Zeitpunkt

Laut Gesetz sollen Arbeitnehmerinnen ihren Arbeitgeber umgehend über die Schwangerschaft unterrichten. Sie müssen es aber nicht. Den für sie richtigen Zeitpunkt entscheidet folglich jede Frau individuell. Ob Sie ihren Chef also bereits innerhalb der ersten Wochen informieren oder die risikobehafteten drei Monate abwarten ist Ihnen überlassen. Schieben Sie das Gespräch jedoch nicht zu lange hinaus – früher oder später wird die Schwangerschaft für alle sichtbar. Gerüchte und Mutmaßungen sollten Sie also besser zuvorkommen.

Schutz und Rechte greifen ab Bekanntgabe der Schwangerschaft

Warten viele Frauen lieber etwas länger mit der Bekanntgabe der Schwangerschaft, hat es auch Vorteile, den Arbeitgeber verhältnismäßig früh zu informieren: ab hier beginnt der Mutterschutz! Akkord-, Fließband-, Sonntag- und Nachtarbeit sind dadurch beispielsweise verboten. Mehr als 8,5 Arbeitsstunden sind  einer Schwangeren am Tag ebenfalls nicht mehr zumutbar. Zusätzlich können Mitarbeiterinnen im Mutterschutz auch nicht gekündigt werden. Arbeiten Sie in bestimmten Gefahrenbereichen, etwa durch Chemikalien, Krankheiten oder körperliche Belastung, sollten Sie die Schwangerschaft so früh wie möglich mitteilen.

Informieren Sie zuerst den Vorgesetzten, dann die Kollegen

Bei der Bekanntgabe am Arbeitsplatz gilt: informieren Sie zu aller erst Ihren Chef! Neuigkeiten wie die Ihrer Schwangerschaft verbreiten sich häufig schneller als einem lieb ist. Schnappt Ihr Vorgesetzter die Info über den Flurfunk im Büro auf, wecken Sie selten einen guten Eindruck. Umgehen Sie derartige Situationen daher von Beginn an. Weiß der Arbeitgeber Bescheid, können alle Kollegen darüber gemeinsam unterrichtet werden. Die Lieblingskollegin kann sich auch im Anschluss noch mit Ihnen freuen.

Bereiten Sie das Gespräch ausreichend vor

Haben Sie sich für den passenden Zeitpunkt entschieden, sollten Sie sich ausreichend auf das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten vorbereiten. Blocken Sie einen Termin, der ausreichend Zeit verspricht und überlegen Sie, was Ihnen im Gespräch wichtig ist. Ein schriftlicher Antrag für die bevorstehende Elternzeit ist zwar erst sieben Wochen zuvor nötig, entwickeln Sie dennoch früh einen Zukunftsplan. Machen Sie sich Gedanken über Ihr Fernbleiben und den Wiedereinstieg. In welchem Ausmaß könnte dieser ausfallen? Und wen sehen Sie gegebenenfalls in der Lage, Ihre Aufgaben zu übernehmen? Je vorbereiteter Sie sind, desto einfacher machen Sie es Ihrem Arbeitgeber.  Zwischen Tür und Angel, am Telefon oder per E-Mail hat das Thema folglich nichts zu suchen.

Verabschieden Sie sich nicht zu früh aus dem Unternehmen

Auch wenn Sie einem kurz- oder längerfristigen Ausstieg aus dem Unternehmen entgegensehen, sollten Sie sich nicht zu früh aus Ihrem Arbeitsgebiet zurückziehen. Zeigen Sie weiterhin was Sie können und lassen Sie die Arbeit nicht schleifen. Und: Haben Sie also kein schlechtes Gewissen! Die bevorstehende Zeit ist etwas Wundervolles, für die Sie sich nicht entschuldigen müssen.

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